Fast 500 Fans, eine mitreißende Derby-Atmosphäre und ein spannender Spielverlauf bis in die Schlussminuten: Das erste oberösterreichische Duell zwischen den UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden und den ASKÖ Grizzlies Linz in der Ö Eishockey Liga (ÖEL) bot beste Voraussetzungen für einen packenden Eishockeyabend. Trotz einer starken Aufholjagd im Schlussdrittel mussten sich die Hausherren am Samstag mit 2:3 geschlagen geben.
Eishockeyfest vor beeindruckender Kulisse
Das Gmundner „Haifischbecken“ war am Samstag, dem 10. Oktober 2026, bestens gefüllt. Knapp 500 Fans beider Mannschaften sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse und verliehen dem ersten oberösterreichischen Derby in der dritthöchsten österreichischen Spielklasse einen würdigen Rahmen.
Bereits vor Spielbeginn stand die neu formierte Mannschaft der CAM4DENT Sharks Gmunden im Mittelpunkt. Unter großem Applaus des Publikums wurden die Spieler vorgestellt und dabei von den Juniorsharks begleitet.
Nach dem hart erkämpften 2:1-Overtime-Sieg gegen ATSE Graz am vergangenen Sonntag wollten die Sharks vor heimischem Publikum an ihre erfolgreiche Auftaktleistung anknüpfen. Die Grizzlies Linz reisten hingegen mit dem klaren Ziel nach Gmunden, im ersten ÖEL-Duell der beiden oberösterreichischen Mannschaften drei Punkte mitzunehmen.
Erstes Drittel: Linz nutzt die Torchance
Von Beginn an entwickelte sich eine temporeiche und intensiv geführte Partie. Beide Mannschaften agierten mit hoher Einsatzbereitschaft und suchten konsequent den Weg nach vorne. Die Sharks erspielten sich erste Möglichkeiten, konnten jedoch zwei Powerplay-Situationen nicht in Zählbares ummünzen.
Die Gäste zeigten sich vor dem Tor effizienter: In der 11. Spielminute brachte Mario Pichler die Grizzlies nach Zuspiel von David Handl mit 1:0 in Führung. Trotz engagierter Bemühungen gelang den Hausherren bis zur ersten Drittelpause kein Ausgleich.
Spielstand nach dem ersten Drittel: CAM4DENT Sharks Gmunden – Grizzlies Linz 0:1.
Zweites Drittel: Gegentreffer zum ungünstigsten Zeitpunkt
Auch im Mittelabschnitt blieb das Derby intensiv und umkämpft. Beide Mannschaften suchten offensive Lösungen, klare Torchancen blieben zunächst jedoch rar. Die Sharks konnten zwei weitere Überzahlmöglichkeiten nicht nutzen, auch ein Powerplay der Gäste blieb vorerst ohne Torerfolg.
Kurz vor Ende des zweiten Drittels gerieten die Gmundner erneut in Unterzahl. Diese Situation nutzten die Linzer konsequent aus: Nur 30 Sekunden vor der zweiten Pause erzielte Mario Pichler seinen zweiten Treffer des Abends und erhöhte auf 2:0.
Für die Hausherren war dieser späte Gegentreffer ein empfindlicher Rückschlag. Mit einem Zwei-Tore-Rückstand ging es in die letzte Spielperiode.
Spielstand nach dem zweiten Drittel: CAM4DENT Sharks Gmunden – Grizzlies Linz 0:2.
Schlussdrittel: Aufholjagd kommt zu spät
Im Schlussabschnitt präsentierten sich die Sharks deutlich offensiver und erhöhten den Druck auf das gegnerische Tor. Die Hausherren fanden nun besser ins Spiel und wurden für ihre Bemühungen rasch belohnt.
In der 41. Spielminute verkürzte Dominik Stöttner nach Vorarbeit von Marc-André Dorion auf 1:2. Damit war die Partie wieder offen und die Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufholjagd zurück.
Doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten: Nach einem Fehler im Defensivspiel nutzte Hannes Oskar Huovinen die Gelegenheit und stellte in der 45. Spielminute den Zwei-Tore-Vorsprung der Grizzlies wieder her.
Die Sharks ließen sich davon nicht entmutigen und kämpften weiter um den Anschluss. Mit zunehmender Spieldauer wurde das Derby körperbetonter, während die Gmundner den Druck weiter erhöhten. In der 55. Spielminute gelang schließlich der erneute Anschlusstreffer: Bastin Szieber verwertete die Vorarbeit von David Cernik und Elias Koller zum 2:3.
Damit war für eine hochspannende Schlussphase gesorgt. Angetrieben von den lautstarken Fans warfen die Sharks noch einmal alles nach vorne. 1:43 Minuten vor Spielende nahm Trainer Gregor Baumgartner Goalie Luka Gracner zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis.
Trotz des erhöhten Drucks und der offensiven Schlussoffensive gelang der ersehnte Ausgleich jedoch nicht mehr. So mussten sich die Sharks nach einer engagierten Aufholjagd knapp mit 2:3 geschlagen geben.
Während die Grizzlies Linz ihren ersten Sieg in der ÖEL und die damit verbundenen drei Punkte bejubelten, überwog bei den Gmundnern zunächst die Enttäuschung über die verpasste Chance vor heimischem Publikum.
Trainer Gregor Baumgartner: „Im dritten Drittel haben wir richtig Gas gegeben“
Nach der Partie analysierte Sharks-Coach Gregor Baumgartner den Spielverlauf selbstkritisch:
„Mein Team hat die ersten 40 Minuten den Gegner unterschätzt und die gewohnte Leistung nicht oder kaum abrufen können. Im dritten Spielabschnitt haben wir richtig Gas gegeben, da war es aber leider schon zu spät. Auch Niederlagen dieser Art muss man nun analysieren und dann abhaken.“
Für die Sharks gilt es nun, die Partie aufzuarbeiten, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und den Fokus rasch auf die nächste Herausforderung zu richten.
Nächster Härtetest: Vizemeister KSV Kängurus gastiert in Gmunden
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den CAM4DENT Sharks Gmunden nicht. Bereits am kommenden Samstag wartet mit dem KSV Kängurus, dem Vizemeister der vergangenen Saison, der nächste starke Gegner.
Vor heimischem Publikum wollen die Sharks eine entsprechende Reaktion zeigen und wieder auf die Siegerstraße zurückkehren. Dafür wird auch diesmal die Unterstützung der Fans gefragt sein.
Das nächste Heimspiel im Überblick
🏒 CAM4DENT Sharks Gmunden – KSV Kängurus
📅 Samstag, 17. Oktober 2026
⏰ Spielbeginn: 18:30 Uhr
📍 MUKI Eisarena Gmunden
Bericht: Peter Sommer & Webmaster
Bilder: Peter Sommer FOTOPRESS














