Saisonrückblick-2025-26
Nach dem sensationellen Gewinn des Meistertitels in der Ö-Eishockeyliga in der Saison 2024/25 starteten die CAM4DENT Sharks Gmunden als amtierender österreichischer Meister in die Saison 2025/26. Das Ziel war entsprechend ambitioniert: Die Mannschaft wollte den Titel verteidigen und erneut um die österreichische Meisterschaft kämpfen.
Bereits in der Vorbereitung zeigte das Team von Head Coach Gregor Baumgartner, dass mit den Sharks auch in dieser Saison zu rechnen sein würde. Gegen starke Gegner aus der ÖEL gelangen zunächst ein knappes 2:3 gegen den HC Kufstein und ein 5:3-Erfolg gegen den EHC Kundl. Zum Abschluss der Vorbereitung folgten zwei überzeugende Siege gegen die Nationalmannschaft von Bosnien und Herzegowina mit 7:1 und 8:1. Die Mannschaft präsentierte sich dabei bereits gut eingespielt und bereit für die neue Saison.
Mit zahlreichen Vertragsverlängerungen und gezielten Verstärkungen wurde der erfolgreiche Kader der Vorsaison weitgehend zusammengehalten. Unter anderem blieben erfahrene Leistungsträger wie Patrick Gaffal, Marc-André Dorion, Adrian Rosenberger, Moritz Neurauter und Luka Gračnar den Sharks erhalten. Gleichzeitig wurde der Kader mit jungen und neuen Spielern weiterentwickelt. Ein Beispiel dafür war die Verpflichtung des Linzer Verteidigers Paul Pirklbauer.
Der Start in die Meisterschaft verlief anschließend nahezu perfekt. Die Sharks etablierten sich früh an der Tabellenspitze der ÖEL Division Ost und überzeugten mit konstant starken Leistungen. Ein besonderer Höhepunkt war der 2:1-Erfolg nach Verlängerung gegen den ATSE Graz vor rund 400 Zuschauern. Damit blieb Gmunden auch nach sieben Spielen ungeschlagen.
Die Siegesserie setzte sich fort. Anfang Dezember konnten die Sharks bereits auf sieben Siege aus sieben Spielen zurückblicken. Am 8. Dezember folgte gegen den ATSE Graz der nächste Erfolg: Mit einem klaren 4:0 blieben die Gmundner auch im dritten Saisonduell gegen Graz ungeschlagen und bauten ihre beeindruckende Saisonbilanz weiter aus.
Auch im weiteren Saisonverlauf bestätigten die Sharks ihre Spitzenposition. Am 13. Dezember gelang ein 4:1-Auswärtssieg beim HDK Maribor. Damit blieb die Mannschaft weiterhin das Maß der Dinge in der ÖEL und konnte ihre beeindruckende Siegesserie fortsetzen. Erst kurz vor Weihnachten musste Gmunden die erste Niederlage der Saison hinnehmen. Gegen den Wiener Eislauf-Verein unterlagen die Sharks am 21. Dezember mit 0:4.
Auch die Weihnachts- und Jahreswechselphase verlangte der Mannschaft einiges ab. Gegen den ATSE Graz mussten sich die Sharks Ende Dezember erst nach einem spannenden Shoot-out mit 3:4 geschlagen geben. Die Saison blieb damit geprägt von engen und hochklassigen Spielen gegen die stärksten Mannschaften der Liga.
Im Grunddurchgang kämpften die Sharks bis zum letzten Spiel um die Spitzenposition in der Division Ost. Im abschließenden Duell am 31. Jänner 2026 gegen die KSV Kängurus Kapfenberg ging es um Platz eins. Trotz der Niederlage beendeten die Gmundner den Grunddurchgang auf dem zweiten Tabellenplatz und schufen sich damit eine gute Ausgangsposition für die Play-offs.
Im Viertelfinale wartete mit dem HC Kufstein ein bekannter und unangenehmer Gegner. Die Serie entwickelte sich zu einem echten Play-off-Krimi. Im ersten Spiel in der heimischen MUKI Eisarena mussten sich die Sharks nach einer 3:4-Niederlage erst in der Verlängerung geschlagen geben. Trotz zweimaliger Führung kämpfte sich Kufstein zurück und erzielte nach nur 50 Sekunden der Overtime den entscheidenden Treffer.
Damit standen die Sharks im zweiten Spiel bereits unter Druck. In Kufstein erwischte Gmunden einen Traumstart und führte nach zehn Minuten mit 2:0. Doch die Gastgeber kämpften sich zurück und glichen noch im ersten Drittel aus. Nach einem intensiven und ausgeglichenen Spiel stand es nach 60 Minuten 3:3. Auch die Verlängerung brachte keine Entscheidung.
Was anschließend folgte, war ein außergewöhnlicher Shoot-out mit insgesamt 30 Penaltys. Am Ende hatte der HC Kufstein das glücklichere Ende für sich und gewann mit 4:3. Damit entschied Kufstein die Best-of-Three-Serie mit 2:0 für sich und beendete die Saison der Sharks bereits im Viertelfinale.
So endete die Saison 2025/26 für die Kampfmannschaft zwar deutlich früher als erhofft, dennoch können die Sharks auf eine starke Spielzeit zurückblicken. Nach dem Meistertitel im Vorjahr zeigte die Mannschaft über weite Strecken der Saison, dass sie weiterhin zu den Topteams der ÖEL zählt. Besonders die lange Siegesserie zu Saisonbeginn und die starken Leistungen im Grunddurchgang unterstrichen die Qualität des Teams. Im Play-off fehlte letztlich nur das nötige Quäntchen Glück.
Während die Kampfmannschaft ihre Saison bereits im Februar beenden musste, sorgte der Nachwuchs erneut für positive Schlagzeilen. Rund 70 Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 17 Jahren standen in der Saison 2025/26 bei den Junior Sharks auf dem Eis.
Und auch sportlich konnte der Nachwuchs an die Erfolge der Vorsaison anknüpfen: Sowohl die U11 als auch die U13 holten erneut den oberösterreichischen Landesmeistertitel. Damit bestätigten die Junior Sharks eindrucksvoll ihre hervorragende Nachwuchsarbeit und unterstrichen einmal mehr, dass in Gmunden auch langfristig auf die Entwicklung junger Eishockeyspielerinnen und -spieler gesetzt wird.
Die Saison 2025/26 geht damit als eine Spielzeit in die Vereinsgeschichte ein, die von einem starken Saisonstart, einer erfolgreichen Titelverteidigungskampagne, einem packenden Play-off-Krimi und neuerlichen Erfolgen im Nachwuchs geprägt war.
Auch wenn der Traum von der neuerlichen Meisterschaft im Viertelfinale endete, bleibt eines bestehen: Die Sharks blicken mit Stolz auf eine weitere intensive Saison zurück.
